Erfahrungsberichte der Praktikanten

Montag, 28. Juni 2010 veröffentlicht von Constanze

Mein kleines Amerika

Nachdem ich in den letzten 2 Jahren zwei Auslandspraktika in Frankreich gemacht habe, um meine Franzöischkenntnisse zu verbessern, stand es für mich gar nicht zur Debatte diesen Sommer Zuhause zu bleiben.

Die Auswahl des Praktikums war für mich beschränkt, da ich nur 4 Wochen Zeit für ein Praktikum im Ausland hatte. So eine zeitliche Einschränkung vereinfacht die ganze Sache auf keinen Fall. Als ich dann auf Internship-UK gestoßen bin, konnte ich mein Glück kaum glauben. Sollte mein kleiner Traum wirklich wahr werden? Nach den ganzen Interviews und den vielen E-mails, die ich geschrieben habe, um alles zu organisieren, kamen mir dann doch die ersten Zweifel. Ich hatte keinerlei Erfahrungen mit der englischen Kultur und vor allem nicht mit dem englische Arbeitsleben.

Da ich für längere Zeit in Amerika gelebt habe, kannte ich nur die ganzen Vorurteile, die die Amerikaner den Briten gegenüber haben. Schlechte Zähne, furchtbarer Humor und natürlich der Akzent. Vor meiner Abreise haben alle meine Freunde nur zu mir gesagt “aber versau dir bloß nicht deinen schönen Akzent”. Da ich aber die einmalige Chance hatte für 4 Wochen nach England zu gehen, habe ich versucht mich nicht aus der Ruhe bringen zu lassen.

Aufgrund meiner vielen Prüfungen hatte ich dann auch gar keine Zeit mehr mir viele Gedanken zu machen und am 24. Juni saß ich dann auch schon im Flugzeug. In London angekommen, freute ich mich sehr in meinem kleinen persönlichen Amerika zu sein. Alles war auf Englisch und auch amerikanische Produkte wurden überall zum Verkauf angeboten.

Die Zugfahrt von London nach New Romney war sehr angenehm und widererwartend war der Schaffner sehr freundlich. Ganz im Gegensatz zum Personal der Deutschen Bahn. Auch vom englischen Wetter war ich sehr überrascht. Wo war der Nebel, der Regen und vor allem wo waren die grauen Wolken am Himmel?

Alles in Allem war ich sehr überrascht von England und kann keins der Vorurteile bestätigen. Natürlich macht mir manchmal der Akzent noch zu schaffen, aber das ist hier in New Romney gar nicht so schlimm, da das Team aus vielen internationalen Mitgliedern besteht und die sowieso alle einen anderen Akzent haben. Wenn ich auf Wörter wie “Crikey” stoße oder alle sich mit “Cheers” verabschieden, muss ich immer innerlich lachen, weil das für mich komplett unbekannte Dinge sind.

Ich denke, das Praktikum in New Romney bringt mich näher an die englische Kultur heran und ich bin jetzt bereit für meinen Doppelabschluss in Durham. Außerdem war es sehr interessant in das englische Berufsleben “reinzuschnuppern”.

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