Erfahrungsberichte der Praktikanten

Freitag, 25. Juni 2010 veröffentlicht von Bernd

4 Monate England

Da mein Praktikum in England langsam seinem Ende zugeht, dachte ich mir, dass ein zusammenfassender Abschlussbericht durchaus Sinn macht.

Alles in Allem denke ich, dass ich dem Internship UK ein positives Feedback geben kann. Ich habe hier sehr viele Erfahrungen gemacht, sei es auf kultureller, sprachlicher oder zwischenmenschlicher Ebene. Zudem lernte ich die Arbeitsweise in England kennen und konnte sie mit der Deutschen vergleichen.

Es wurde für mich klar, dass ein Praktikum in England die Persönlichkeit stärkt. Das Selbstbewusstsein wurde gestärkt, es wurde erprobt, wie man fernab von Familie und Freunden lebt, eine andere Sprache wurde der Muttersprache vorgezogen.

Für mich war es ein guter Test, ob das erlernte Wissen der Universität angewendet werden kann. Zudem wurden meine englischen Sprachkenntnisse besonders zu Anfang auf die Probe gestellt. Es war in den ersten Tagen durchaus eine Herausforderung, dennoch konnte man von Woche zu Woche eine Verbesserung bemerken. Da die Muttersprachler hier einen sehr starken Akzent pflegen, hatte ich am Anfang meines Praktikums in England durchaus einige unangenehme Situationen, in denen mir alltägliche Fragen gestellt wurden und ich nicht immer passend antwortete.

Nun gegen Ende des Praktikums führe ich mit einigen Muttersprachlern öfters Gespräche und merke, dass ein Praktikum in England mehr als sinnvoll ist, um seine Sprachkenntnisse zu erweitern. Besonders das alltägliche Englisch ließ am Anfang bei mir zu wünschen übrig, Businessenglisch war in Ordnung, das hatte ich in meinem Studiengang ziemlich ausführlich behandelt.

Ich erinnere mich nur zu gut an meine erste Taxifahrt nach einer katastrophalen Anreise im Februar, ich stand am Sonntag gegen 23.30 in Ashford und musste den Taxifahrer, der für mich zu dem Zeitpunkt kaum zu verstehen war, davon überzeugen, mich nach New Romney, wo das Praktikum stattfindet, zu fahren. Da mein Plan war, englische Pfund an einem Automaten zu erhalten, was aufgrund meiner katastrophalen Anreise zeitlich nicht mehr möglich war, durfte ich lange diskutieren, um den Fahrer zu überzeugen, Euro als Zahlungsmittel zu akzeptieren. Letztendlich bin ich aber doch in New Romney angekommen.

Ich denke, dass ich meine Kommunikationsfähigkeiten und das berufliche Fachwissen stärken konnte. Durch das konnte ich einige internationale Kontakte knüpfen, bei denen ein Wiedersehen bereits dingfest gemacht wurde. Nun fühle mich richtig fit, um im September mein zweites Studium in Schottland zu starten.