Erfahrungsberichte der Praktikanten

Mittwoch, April 28, 2010 veröffentlicht von Michael

Wie ich nach England kam...

Um ganz ehrlich zu sein, aus jetziger Sicht mache ich mir nicht mehr all zu viele Gedanken, wieviele Stunden ich aufgewendet habe, um nun schlussendlich hier in meinem Büro im Süden Englands zu sitzen. Jetzt sitze ich hier bei einer Tasse Kaffee und verbringe meine letzte Arbeitsstunde für heute, bevor ich mich auf den Weg zu einer Abschiedsfeier von einer Arbeitskollegin mache.

Nichtsdestotrotz muss ich manchmal noch an den vergangenen Herbst denken, als in mir die Idee geboren wurde ein Auslandspraktikum zu machen.

Im Rahmen meiner Bachelorarbeit entdeckte ich die Bedeutung der englischen Sprache in der heutigen Arbeitswelt. Beinahe jede Literatur, die ich mir für diese fachspezifische Arbeit auslieh, war in englisch verfasst. Zudem war ich einfach total unzufrieden mit meiner englischen Sprache. Logische Konsequenz daraus war - “Ich muss ein Auslandspraktikum in einem englischsprachigen Land machen!”. Nun, die Idee war geboren.


Nach stundenlangen Nachforschungen im Internet, erhielt ich zunächst erste Kontakte, wobei ich unter anderem auch über das Praktikumsangebot von “internship-uk.com” stolperte. Danach begann ich erst einmal die Kosten für ein solches Auslandspraktikum abzuschätzen. Pum – ein Schlag ins Gesicht. Wie sollte ich auf einmal soviel Geld aufbringen. Danach begann ich das ganze Projekt “Auslandspraktikum” wieder etwas zu hinterfragen. Ich sprach mit meinen Eltern, mit einigen Professoren auf der Universität und auch mit einigen Freuden, woraufhin ich wieder etwas mehr davon überzeugt war und ich begann weiter zu recherchieren. Als ich dann auch noch von einem möglichen finanziellen Zuschuss erfuhr, war ich eigentlich wieder felsenfest davon überzeugt in das Ausland zu gehen, um dort für die Zeit von vier Monaten zu arbeiten.

Nach weiteren Tagen voller Nachforschungen begann ich schlussendlich Bewerbungen um die ganze Welt zu schreiben, in der Hoffnung zumindest eine positive Rückmeldung zu bekommen.

Nachdem ich dann also Tage damit verbrachte Onlinebewerbungen auszufüllen und Briefkuverts zu schließen begann das bange Zittern auf Antworten.


Die erste Antwort bekam ich dann von “internship-uk.com”. Ich fokusierte meine Gedanken danach auf diese Praktikumsmöglichkeit und ich absolvierte in der Zwischenzeit alle notwenigen Interviews bevor ich überhaupt eine andere Anwort erhielt. Die Interviews verliefen sehr aufregend. Ich war sehr nervös und aufgrund meiner damals eher schlechten Englischfähigkeiten fiel es mir sehr schwer nicht ganz den Faden zu verlieren. Nichtsdestotrotz gelang es mir all die Fragen zu beantworten und nach einigen Tagen bekam ich auch schon eine positive Rückmeldung von internship-uk.com. Ich war sehr stolz und sah nun meinen Traum immer wirklicher werden.

Voller Motivation kümmerte ich mich danach um eine eventuelle Fürderung. Zusätzlich bekam ich im Laufe der darauffolgenden Wochen noch mehrere andere Antworten und hatte nun aus mehreren Möglichkeiten zu wählen. Im Endeffekt gelang es mir all die Vor- und Nachteilen der einzelnen Optionen abzuwiegen. Amerika war ganz einfach zu teuer. Ohne jegliche Förderungsmöglichkeiten war diese, meine allerliebste Option, nicht zu realisieren. Gegen Deutschland sprach die fehlende Spracherfahrung, welche eigentlich eine meiner Hauptmotive für ein Auslandspraktikum war, obwohl ich dort wohl jede Menge Arbeitserfahrung gewonnen hätte.

Schlussendlich fiel demnach die Entscheidung auf England, im Speziellen auf das Angebot hier bei studios92 ein Praktikum zu absolvieren. Mich überzeugte im Endeffekt die rasche Antwort, die freundliche Kontaktaufnahme und die permanente Betreuung bei jeglichen Unklarheiten. Zudem war mir auch ein finanzieller Zuschuss seitens ERASMUS zugesichert worden. All diese Aspekte überwogen gegen die Ungewissheit, ob es auch genügend (Arbeits-) Erfahrung bringen würde.


Nun war also alles unter Dach und Fach und ich konnte beginnen mich mit den restlich Formalitäten zu beschäftigen. Hier eine Unterschrift einsammeln, dorthin einen Brief schreiben und dann war es auch schon so weit die Koffer zu packen und im Endeffekt hattte ich zu wenig Zeit mich ordentlich darauf vorzubereiten. Danach auf zum Flughafen, rein ins Flugzeug und ab nach England...

Und nun sitze ich hier und denke noch manchmal an die mühsamen Stunden die ich dafür aufbrachte, aber jede einzelne Sekunde der stundenlangen Arbeit war es wert.